Pergamon

Das antike Pergamon

Die um 3000 v. Chr. an den Osthängen des Geyikli-Berges entstandene Siedlung war eine der bedeutendsten Städte der Antike. Das Meer reichte in der Zeit der Gründung bis an die Hänge von Bergama Tepesi. Sie ist von den Flüssen Kestel und Silinus umgeben. Im 6. Jh. v. Chr gehörte die Region zum persischen Großreich, es gab Handelsbeziehungen mit den griechischen Stadtstaaten.

Alexander der Große überquerte 334 v. Chr. Den Hellespont und gewann durch die Schlacht bei Issos im Jahr 333 und 331 v. Chr. Bei Gaugarnela den ersten Perserkrieg gegen Darius III. Er beendete die Herrschaft der Perser in Anatolien.

Nach seinem Tod im Jahr 323 v. Chr. gab es in der Region eine Periode der Machtkmpfe unter seinen Nachfolgern, den Diadochen. Das umkämpfte Gebiet es wurde unter den Generälen aufgeteilt. So kam Pergamon unter die Herrschaft von Lysimachos, der Pergamon in eine Militärbasis umwandelte. Sein Nachfolger Philetairos begründet um 283 v. Chr. Das Königreich Pergamon und baut mit dem geerbten Schatz Tempel und soziale Einrichtungen.

188 v. Chr. geht das Gebiet an Rom über und Pergamon bekommt Kleinasien bis zum Taurus. Mit Eumenes II. Beginnt die mächtigste Periode der Stadt, in der auch die Bibliothek und der Pergamon-Altar entstehen. Die folgenden Jahre sind geprägt durch Machtkämpfe mit den Römern. Erst mit dem Pax Romana ca. 30 v. Chr. durch Oktavianus Augustus kehrt Frieden ein.

Neben zahlreichen Kriegen haben der Stadt auch die Erdbeben in den Jahren 17 v. Chr. und 262 n. Chr. zugesetzt. Im 7. und 8. Jh. ist Pergamon, das zu der Zeit unter byzantinischer Herrschaft ist, geht die Region der anatolische Küste an Araber über. Im 14.Jh. legen die Seldschuken am Fuße der Stadt die Grundsteine für das heutige Bergama.

Man erreicht den Akropolisberg mit den Ruinen der antiken Stadt über eine Seilbahn, die einen weiten Blick über das Tal bietet.

Von dem Zeus-Altar ist hier nur noch das Fundament zu sehen, er steht in voller Größe im Pergamonmuseum in Berlin. Er ist dem Göttervater Zeus und seiner Tochter Athene geweiht.

Die auf einer Anhöhe stehenden Fundamente des Athenaheiligtums grenzen an der einen Seite direkt an das gut erhaltene, 10 000 Zuschauer fassende Amphittheater. Die andere Seite wird von der Bilbliothek begrenzt.

An der höchsten stelle des Berges befindet sich der Trajan-Tempel, der mit seiner Säulenhalle und der Gewölbekonstruktion am Sockel auf dem Gelände hervorsticht.