Venedig

Venedig

Venedig wurde auf 118 Inseln in einer Lagune der Po-Ebene erbaut. Als Gründungstag wird der 25, März 421 gefeiert, der aber nicht belegt ist.

Die Veneter flohen suchten hier vor dem Einfall der Langobarden und der Hunnen Zuflucht. Die Region gehörte ab dem 6. Jh. zu Byzanz. Die gotischen und byzantinischen Wurzeln sind auch heute noch in den Bauwerken zu sehen.

Die Innenstadt erreicht der Besucher über Boote, die vom Festland aus regelmäßig fahren. Bereits hier fährt man an vielen Palästen vorbei und erlebt das Panorama der Stadt.

Venedig wurde zu einem wichtigen Hafen für den Umschlag von Waren zwischen dem Orient und der westlichen Welt. Pfahlbauten verbanden nach und nach die einzelnen Inseln. Der Zugang zum Markusplatz ist von zwei Säulen umgeben, durch den die Besucher, die über das Meer kamen, geführt wurden. Eine der Säulen ziert das Wahrzeichen der Stadt, ein Löwe mit Flügeln. Das Motiv ist auch auf dem Uhrenturm zu sehen. Hier ist auch noch die Anordnung der Planeten “im Sinne der  Kirche” dargestellt – die Erde liegt hier im Zentrum. Vom Glockenturm aus hat man einen Blick auf die Stadt.

Um 828 gelang es den Venetern, die Reliquien des heiligen Markus aus Alexandria zu holen, wurde Venedig zum Wallfahrtsort die Stadt zunächst nach ihm benannt. Viele Gebäude um den Markusplatz wurden nach ihm benannt. In der Basilika di San Marco steht sein Sarg. Die Mosaiken am Eingang beschreiben die Geschichte des Raubes seiner Reliquien. Hier ist auch der stilistische Unterschied zwischen dem eindimensionalen byzantinischen Stil, der den Geist hervorhebt und dem dreidimensionalen Stil der Renaissance, der bereits die Körperlichkeit des Menschen hervorhebt, zu sehen.

Die Mosaiken im Inneren der Basilika beschreiben Szenen aus der Bibel. Die Fläche der Mosaiken, deren Erstellung die Jahre von 1220 bis 1280 stattfand, beträgt ca. 9000 qm. Die Steine sind mit Blattgold verziert. Die Figuren und Säulen sind aus unterschiedlichen Arten von Marmor gefertigt.

Zu Beginn des 13. Jh. expandierte Venedig weiter und nahm einen Großteil des byzantinischen Reiches – unter anderem auch Konstantinopel ein. Damit begann über 200 jahre das Goldene Zeitalter Venedigs in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht. der Verlust Konstantinopels an die Türken, die Entdeckung Amerikas und die Pest beendeten diese Blütezeit.

1797 beendete Napoleon die Selbständigkeit der Republik Venedig, die nach einer Machtübernahme durch die Habsburger 1866 an das Königreich Italien fiel.

Die engen Gassen werden mit Motorbooten und Gondeln befahren. Die Wasserstraßen führen an vielen Palästen vorbei. Venedig hat 426 Brücken.

Der Canale Grande wird von der Ponte Rialto überquert und ist praktisch die Hauptstraße der Stadt.