Florenz

Florenz

Das im Jahr 59. v. Chr. von den Römern unter dem Namen Municipia Florentia gegründete Florenz wurde 1183 Stadtrepublik. Daraufhin erlebte die Stadt seine Blütezeit vor allem durch Bankgeschäfte und Tuchhandel. Vor der Pest war sie mit 120.000 Einwohnern eine der bevölkerungsreichsten weltweit.

1434 übernahm die Familie Medici die Macht in der Stadt. Sie traten auch als Kunstförderer auf und dehnten ihren Machtbereich auf Siena aus. Im 15. Jh. wurde Florenz zum Zentrum der Renaissance, der Wiedergeburt der Antike. Die Wandlung wirkte sich nicht nur auf den Bereich der Kunst aus, sondern auch auf die Philosophie und das im Mittelalter von der Kirche geprägte Menschenbild.

Die im Mittelalter entstandenen Fresken bilden rein kirchliche Themen ab und haben Darstellungen ohne Perspektive. Sie werden als eindimensional bezeichnet, da sie nur den Geist betonen. Die Malereien der Renaissance dagegen sind dreidimensional und betonen damit die Körperlichkeit und Individualität des Menschen. Das neue Menschenbild bot Künstlern wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, dem Philosophen Machiavelli oder dem Wissenschaftler Galileo Galilei die Basis für ihr Schaffen.

1737 wurde Florenz von den Habsburgern übernommen, 1865 fiel die Stadt an das italienische Königreich.

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich auf der Strecke vom dem Piazza del Duome über den Piazza della Signora bis zum Fluss Arno.

Das alles überragende Bauwerk ist der 1434 fertiggestellte Duomo Santa Maria del Fiore. Die 127 m hohe Kuppel hat einen Durchmesser von 45 m und ist damit ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur. Die Fassade ist mit farbigen Marmor-Einlagen geschmückt. Der frei stehende Glockenturm – der Campanile. Er kann mit 414 Stufen bestiegen werden. Von hier aus genießt man einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

Im Innenraum befinden sich Gemälde der Frührenaissance. Die Kuppel zeigt einen Freskenzyklus mit der Darstellung von Themen zum Jüngsten Gericht.

Zum Dom gehört auch eines der vielen Museen mit Kunstschätzen aus der Blütezeit der Stadt.

Der Piazza della Signora wird vom Palazzo Veccio dominiert, in dem die Medici lange Zeit residierten, bevor sie in den auf der anderen seite des Arno liegenden Palazzo Pitti umzogen.  Der Eingang ist eingerahmt von einer Kopie des David von Michelangelo, dessen marmornes Original in der Galeria dell’ Academia steht und von Baccio Bandinellis Hercules.

Gleich neben dem Palast findet man mit der Galleria degli Uffici eine der bedeutendsten Gemäldegalerien, die Werke der bedeutendsten Kunstgrößen wie Giotto, Tizian, Leonardo da Vinci oder Boticelli beinhaltet. Von hier aus überquert mit der Ponte Veccio die älteste Brücke der Stadt den Fluss Arno. Sie ist bereits seit dem 16. Jh. eine Geschäftsstraße.

Die im 14. Jh. im gotischen Stil erbaute Santa Maria Novella wurde im 15. Jh. mit dem charakteristischen Giebeldach und außen mit weiß-grünem Marmor nach Entwürfen von Battista Alberti verziert.

Von einer Aussichtsplattform auf einem nahe gelegenen Hügel hat man einen wunderbaren Blick auf das Panorama der Stadt.